Die Veranstaltungen der letzten Woche

Mo 20.11.2017
19.00 Uhr
Musik   Süper!Nice!: Live! 108 Fahrenheit (Leipzig/Dresden)

Afterwards: SCHOKOKUSS - Die queere Punk-Elektro-Nacht
108 Fahrenheit

Am 18.März erscheint das Debütalbum „Mein Herz“ der Leipzig-Dresdner Band 108 Fahrenheit und selten hat man einen derartig reifen Erstling vor sich: Lieder vom Leben, von der Liebe, von den kleinen und großen Dingen in unserer Welt. Verpackt in großartig formulierte Songs, die mit dem ersten Hören eines schaffen: die Leute zu fesseln und in eine Perspektive zu versetzen, die man so wahrscheinlich nicht einnehmen würde. 108 Fahrenheit stehen für eine beeindruckend ausgelebte Authenzität, in der sowohl Nachdenklichkeit als auch Lebensfreude Platz hat.

Einlass: 19 Uhr
Konzert: 20 Uhr

So 19.11.2017
20.00 Uhr
Musik   Schokoladen OPEN STAGE

play your songs unplugged!
starts between 8:30 and 9 pm. artists should arrive around 8 pm!

cozy athmosphere, perfect sound and support by our engineer, delicate tunes afterwords and delicious drinks!

Just you, perhaps a friend, not more than two instruments and two to four songs! no drums or bass amplifier!
just come over!

#openstageberlin

Sa 18.11.2017
19.00 Uhr
Musik   Zona 84 (Arg/Punkrock) + 6 Gramm Caratillo (Bln/Punk)

Aftershow: DJ Doc Webster (Punk/RockBlues/Soul u. Rock'n'roll)
ZONA 84 is a band born and based in Rosario, Argentina since 1993. Their music is classic punk rock influenced by bands like The Clash, Ramones, SLF and Cock Sparreramong others. Their lyrics are as important as music and they carry a robust message, with strong sensations thatmake you rethink the way we´re living our lives.
ZONA 84 has not manager or mainstream label working for them, and since 2009 they are running their own label, Despabila Records (Wake Up Records in Spanish) releasing 3 ZONA 84 albums, alive CD/DVD, a book, and LPs of other bands from Rosario.
The Complete Control policy is not a slogan for them, and they have developed a DIY carreer to show that what you say and what you do must be coherent.
They are one of the biggest punk rock bands in Argentina (an absolute legend in their hometown Rosario) and they have share shows with almost every local band including Los Violadores, Attaque 77, Argies and Fun People, as well as many of their “heroes” like Buzzcocks, Social Distortion, NY Dolls, Die Toten Hosen, Pennywise, CJ Ramone, Jello Biafra and MCD.


Fr 17.11.2017
19.00 Uhr
Musik   thirsty & miserable: Gandula-Fest w/ BIG OK (grungy no wave), SCHNAAK (mathcore/eurodance) & BEATDENKER (stolperbeats)

doors 19, show 19:30, & ab 22:30 Tear Pop To Shreds: post-punk/disco/funk/rap/soul w/ djs t. & r.
¡¡¡crazylicious gandularian germ(a)flow!!!
people from barcelona, leipzig, berlin, dresden getting together for infinite irregular wildness!

Friday, November 17 BERLIN
19.00 at Schokoladen
live bands: Beatdenker | SchnAAk | Big Ok

+ Tear Pop to Shreds: disco not disco Edition. tommy & rob (rhythm section of both BIG EATER & Tanning Bats) will put on a fine selection of post-punk / mutant disco / funk / rap / soul tunes.


Do 16.11.2017
19.00 Uhr
Lesung   Stefanie Sargnagel + Puneh Ansari...

...lesen aus ihren Büchern.
Powerline Agency & Süper.Nice.Shows prsnt:

Stefanie Sargnagel + Puneh Ansari...
lesen aus ihren Büchern.

Doors: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr

Die Lesung ist ausverkauft!

Für Musik davor, danach und dazwischen ist gesorgt:
Hanebüchen [Post-Punk'n'Wave / Riot Grrl]

Stefanie Sargnagel kommt aus dem Internet und ist, mit Ausnahme von Rainald Goetz und seinem Online-Tagebuch «Abfall für alle», die erste deutschsprachige Autorin, die im Netz eine Form für sich gefunden hat, die passt, als Literatur funktioniert und über die bisherigen Kanäle ein großes Publikum erreicht. Stefanie Sargnagel schreibt radikal subjektiv und sehr weise über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, über Aussichtslosigkeit und Depression. Sie gibt sich wortkarg, gerät aber doch immer wieder ins Erzählen, zeichnet zwischendurch auch mal was, sprengt alle Genregrenzen und erreicht auf nie betretenen Pfaden etwas, das man nicht Roman nennen muss, um davon gefesselt zu sein. Das ist oft zum Brüllen komisch und manchmal tragisch. Ihre Texte sind wie ein Gipfeltreffen zwischen Christine Nestlinge und Heinz Strunk, aus denen beide mit einem Mordskater hervorgehen. «Ich bin ja jetzt Autorin, und mit jedem Euro, den ich dadurch verdiene, wird mein inneres Poesievögelchen schwächer. Es schluckt die Münzen gierig, bis es nicht mehr fliegen kann, weil sie so schwer sind, und so landet es Flügelschlag für Flügelschlag auf dem Boden der Realität, auf dem es keine Phantasie gibt, nur Hundekot, Energydrinks und Umsatzsteuern. Mit jedem Satz, den ich für Bezahlung schreibe, erlischt in mir ein kleiner, lieber Stern. Lohnarbeit ist Demütigung, immer und ausnahmslos.

Puneh Ansari ist die Texterin der Zivilisationsmüdigkeit. Sie dreht in ihren poetischen Kurzessays, die zuerst als Posts auf Facebook erschienen sind, apokalyptische Pirouetten. Alltägliche Beobachtungen kippen ins Existenzielle, Melancholie trifft auf komische Sprachspiele. Da ist die Wut über den Konsumkapitalismus, da ist die Depression über das not so very enhanced, unfertige Ich, die Enttäuschung über den leergefegten Jobmarkt mit “Berufen”, der Computer ist heißgelaufen. … Ansari schreibt mit einer jugendlichen Anti-Haltung und einem Rest an Sehnsucht nach einer reparierten, heilen Welt. Oder ist die Natur nur noch ein absurdes Gegenüber?



Mi 15.11.2017
19.00 Uhr
Musik   Lofi Lounge presents: Slow Steve (Morr Music/Berlin) + Jeff Kopernikus Özdemir (Indie/Berlin)

DJ Team Berg & Tal (Indie, Elektro, Pop)
Slow Steve (Morr Music)

Mantra Pop, sexy beats, french accent and hit singles karaoke with instruments.
1st EP produced by the genius soundwizzard TADKLIMP to be out soon. Analog synths / schnitzel / sunny drones / biodiversity / synth punk jams


Jeff Kopernikus Özdemir

"Gibt es was Geileres, als im Plattenladen abzuhängen, sich durch Scheiben durchzuwühlen und über Musik zu sprechen? Für Jeff Özdemir stellt sich diese Frage gar nicht, denn in seinem Dayjob tut der 44-Jährige nichts anderes: Er ist Inhaber des 33rpm-Stores im Kreuzberger Wrangelkiez; Musik ist seine natürliche Umgebung.

Seiner zweiten Betätigung kommt das zugute: Jeff Özdemir ist zudem als Solomusiker unterwegs, in diesen Tagen erscheint sein zweites volles Album, auf dem Kollaborationen mit befreundeten Musikern zu hören sind. <blocked::blocked::https://jeffoezdemir.bandcamp.com/> "Jeff Özdemir & Friends Vol. 2" heißt es - und die 18 Stücke haben es in sich.

Özdemir, der bürgerlich Adem Mahmutoğlu heißt und in der Türkei geboren ist, kam 2010 aus Bremerhaven nach Berlin - und brachte seinen Plattenladen gleich mit. Die Liebe zu ganz unterschiedlichen Genres zeigt sich schon in seinem Künstlernamen: Mahmutoğlu schätzt die US-amerikanische Kultur und deren Mix und Hybridität, also verband er einen typisch amerikanischen Vornamen mit einem typisch türkischen Nachnamen.

Sein neues Album deckt eine breite Stilpalette ab. Da sind jazzige Cool-down-Stücke ("König Rasulov" mit Roderick Bell), spacig-krautige Tracks ("Waiting For Lilou Bram" mit Bram van der Poel), und es gibt zerhackstückt-gedrechselte Blubbersounds wie "Compression Study" von Andrew Pekler.

Die französische Produzentin und Sängerin Tigerlily dagegen sorgt für chansonesken Input ("Dada N° 1"). Gemeinsam mit dem ständig produktiv im Berliner Untergrund rumwurschtelnden Berliner Musiker F. S. Blumm gibt Özdemir sich gegen Ende dann ganz der groovenden Beatmusik hin. Eine Stunde Sound, so vielfältig wie eine unsortierte, aber gut bestückte Plattenkiste.

Ein bisschen trockener norddeutscher Humor klingt dabei auch durch, zum Beispiel in Songtiteln wie "Der Herr Doktor sieht das nicht gerne" (mit Computerspielsound) und "Der Mann, der nicht voll am Start war" (hammondinfiziertes Easy Listening). Sogar über die Liebe vermag Herr Özdemir klug zu komponieren: Ein elegischer Schmachtfetzensong mit Streichern heißt "Wann ruft sie mich an?" - und sein Alter Ego heißt in dem Song Jeff Özdemir's Heart Repair. Da sag noch einer, ein Herz könne man nicht reparieren." (Taz)

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